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Mundharmonika und Streichquartett – Ausstellung von Gudrun Kirschhöfer

15. Februar um 20:00

| Eintritt frei

Beschreibung

 

Ulrich Müller-Froß, ein Virtuose auf der Mundharmonika, wird an diesem Abend gemeinsam mit einem Streichquartett musizieren. Eine außergewöhnliche Besetzung, ein besonderes Konzert, wie es nicht oft zu hören sein wird…

Das Streichquartett sind zum Teil Mitglieder des Kammerorchester 3Klang: Christina Morris – Violine 1, Verena Ehret – Violine 2, Luis Balbero –  Viola, Barbara Graf –  Violoncello

„Fünf Klangbilder für Harmonika und Streichquartett“ von Siegmund Schmidt

Weitere Komponisten des Abends: Gordon Jacob, England (1895-1984) und James Moody Kalifornien (1925-2010).

Eintritt: 20 Euro/ 15 Euro für Förderkreismitglieder

 

 

Der Komponist Siegmund Schmidt, geb. 1939:

Nach dem Abitur am Stuttgarter Dillmann-Gymnasium war er Orgelschüler von Helmuth Rilling. Er studierte Schul- und evangelische Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart und Musikwissenschaft und Germanistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Nach der kirchenmusikalischen A-Prüfung war Siegmund Schmidt Kantor und Organist in Stuttgart-Botnang sowie später Assistent bei Universitätsmusikdirektor Siegfried Hermelinkan der Universität Heidelberg. Neben seiner späteren Lehrtätigkeit am Evangelisch-theologischen Seminar Schöntal und am Hohenlohe-Gymnasium Öhringen übernahm er 1974 das Amt des Bezirkskantors und Stiftsorganisten an der Stiftskirche in Öhringen (Hohenlohe).

Das kompositorische Schaffen von Siegmund Schmidt umfasst Motetten, Kantaten, eine Messe, ein 12stimmiges Sanctus, Psalmvertonungen, ein Oratorium, Kunstlieder, Werke für Orgel, Klavier, Cembalo, Kammerensemble, Blech- und Holzbläser sowie Orchester.

Kennzeichnend für Schmidts Kompositionsstil sind neben modalen Techniken freitonale, beziehungsweise polytonale, sporadisch auch atonale Klangstrukturen, die sich zum Teil aus der polyphonen Satztechnik ergeben. Es wechseln – vor allem im kammermusikalischen Bereich – klassische Entwicklungsphasen mit collageartigen Reihungen und klanglich-punktuelle Strukturen, aus welchen sich eine vielfältige musikalische Gestik ergibt.

Siegmund Schmidts Werke wurden unter anderem vom Kammerchor Stuttgart unter der Leitung von Frieder Bernius, dem Württembergischen Kammerchor unter der Leitung von Dieter Kurz, dem Vokalensemble sirventes berlin, dem Collegium iuvenum Stuttgart, dem Posaunisten Armin Rosin, dem Wartburg Choir aus den USA, sowie im Rahmen von Festivals wie den Haller Bachtagen in Nordrhein-Westfalen, den Musikfestwochen Donau-Oberschwaben, dem Deutschen Chorwettbewerb (Weimar; 2014) und dem Hohenloher Kultursommer aufgeführt sowie vom Rundfunk (SWR2) gesendet.

James Moody (1907-1995) stammt aus Belfast. Über seine Herkunft und seine Ausbildung ist nichts bekannt, außer der Tatsache, dass er bereits mit 14 Jahren als Pianist Stummfilme begleitete. Zur selben Zeit spielte er im Philipp Whiteway Ensemble Klavier. 1938 wechselte er zur BBC nach Bristol. Dort blieb er 40 Jahre lang. Am Ende zählte er gleichsam zum „Inventar“ der BBC. Er wirkte an Sendereihen im Radio mit, die zum Teil über vierzehn Jahre hinweg ausgestrahlt wurden. Bei der BBC lernte er Tommy Reilly kennen, der nach dem 2ten Weltkriegsich als Mundharmonikavirtuose einen Namen gemacht hatte. Von diesem ließ er sich in diesem für ihn unbekannten Instrument unterrichten und komponierte im Laufe vieler Jahre 72 Stücke für Mundharmonika. Er verband die Mundharmonika mit Symphonie- und Streichorchester, mit Harfe, mit Klavier und schrieb dazu noch etliche Stücke für Mundharmonikagruppen und Arrangements englischer, irischer und norwegischer Volkslieder. Heutige Mundharmonikaschüler kommen ab einem gewissen Niveau nicht an seinen Kompositionen vorbei. Der bulgarischeHochzeitstanz und das Salonstück“ Toledo“ sind gleichsam ein „Muss“. Er arrangierte und komponierte nicht nur Volkslieder und Salonmusik. In seinen Kompositionen zeigt sich noch eine andere Seite seines Könnens: Die Kammermusik, handwerklich gut gemachte Musik, mit hübschen Melodien, harmonisch und rhythmisch angenehm zu hören, bestens geeignet für Hauskonzerte und kleine Säle; eben Kammermusik. Zu diesen Werken zählt das Quintett aus dem Jahr 1972, das dem Freund Tommy Reilly gewidmet ist. Es ist ein anspruchsvolles Werk, in dem nicht nur der Komponist, sondern auch die Musiker ihre Kunst zeigen können und müssen. Darum wird es selten gespielt. Gerade deshalb zählt es mit Gordon Jacobs Divertimento zu den Pretiosen der Mundharmonikaliteratur.

Jordon Percival Septimus Jacob (1895- 1984) war das siebte von zehn Kindern und wurde in Kalkutta ( andere Quellen sagen London) geboren. Im ersten Weltkrieg war er Soldat und geriet 1917 in Gefangenschaft. In der Gefangenenbibliothek fand er ein Buch über Harmonielehre, studierte dieses und begann zu komponieren. Nach dem Krieg wandte er sich zuerst dem Journalismus zu, bevor er sich wieder zur Musik wandte. Nach einem Fernstudium wurde er am Royal College of Music als Student aufgenommen. (1920) Dort war er Schüler bei Ralph Vaughn Williams und Charles Villiers Standford, Herbert Howells und Adrian Boult. 1926 wurde er ans Royal College of Music als Professorberufen. Dort blieb er bis zu seiner Pensionierung 1966. Zu seinen Schülern zählten u.a. Malcolm Arnold, Imogen Holst.Er schrieb 700 Werke und arrangierte zudem etliche Werke anderer Komponisten. Zu den beliebtesten Werken zählen das Divertimento (1938) für kleines Orchester, das Doppelkonzert (1976)für Klarinette, Trompete und Streicher, das Flötenkonzert Nr.2 (1981) für Flöte und Streicher und das Mini-Concerto (1980) für Klarinette und Streicher. Wie jede Auswahl ist auch diese subjektiv. Andere Kenner seines Werkes dürften anders gewichten. Er schrieb Bücher über „Orchestral Technique (1931) „How read a score (1941)” , The composer and his art (1955)” The element of orchestration(1962). Gordon Jacob gilt als “Meister der Instrumentation”. Als das Beispiel schlechthin für diese Kunst gilt das „Divertimento for harmonica and string quartet“(vermutlich 1956 für Larry Adler komponiert). Darüber hinaus hat er noch zwei weitere Werke für Mundharmonika geschrieben. 1957 „Five pieces in the form of a suite“ (für Tommy Reilly) für Mundharmonika und Streichorchester oder Klavier. Letzteres ist der „Klassiker“ für Mundharmonikaspieler weltweit. Das dritte Stück trägt den Titel „Boyhoods Memories“ für Mundharmonika und Klavier. Zeitlebens war Gordon Jacob als Komponist im englischen Sprachraum sehr beliebt und geehrt. Er war nicht nur modern, sondern gleichzeitig unterhaltend und scheute nicht den Wechsel zwischen U-und E-Musik. Im deutschen Sprachraum werden seine Werke vor allem bei Blech- und Holzbläsern geschätzt. (Quellen: Wikipedia https:// wikipedia.org./wiki/ Gordon Jacob) ; https.:// www.allmusic .com /artist/gordon -jacob-mn001465200/bio …)

 

 

 

Details

Datum:
15. Februar
Zeit:
20:00

Kartenreservierung

Mundharmonika und Streichquartett
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Hinweis:
Reservierte Karten müssen bis 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.