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Mundharmonika und Streichquartett – Ausstellungseröffnung mit Gudrun Kirschhöfer

15. Februar um 20:00

| Eintritt frei

Beschreibung

 

Ulrich Müller-Froß, ein Virtuose auf der Mundharmonika, wird an diesem Abend gemeinsam mit einem Streichquartett musizieren. Eine außergewöhnliche Besetzung, ein besonderes Konzert, wie es nicht oft zu hören sein wird…

„Fünf Klangbilder für Harmonika und Streichquartett“ von Siegmund Schmidt

Weitere Komponisten des Abends: Gordon Jacob, England (1895-1984) und James Moody Kalifornien (1925-2010).

Eintritt: 20 Euro

„Farbreigen“ – Ausstellung in Laufen im Kulturzentrum 3klang 2020. Seit ungefähr 15 Jahren arbeitet Gudrun Kirschhöfer mit dem Material Holz. Besondere Aufmerksamkeit schenket sie geometrischen Flächen, aber sie hat auch Fundhölzer gegenständlich oder abstrakt bemalt. Die im Kulturzentrum 3klang ausgestellten Werke haben ganz unterschiedliche Formate – immer sind sie mittig eingelassen in Holzplatten oder auf weiß bemalte Holzkästen montiert. Es handelt sich bei der ausgestellten geometrischen Werkreihe um ausgesuchte, quadratische Holzausschnitte, die aus vielen farbig bemalten Flächen bestehen. Es sind monochrome Acryloberflächen, die durch den Untergrund bzw. die Holzmaserung in sich strukturiert sind. Die geometrische Einteilung der Flächen ist durch den besägten Malkörper aus Holz vorgegeben. Es entsteht ein Rhythmus aus Höhen und Tiefen, großen und kleinen farbigen Flächen und ergeben einen „Farbreigen“. Einzelne Flächen erscheinen in sehr schmaler Form sogar als Linien. Auch die millimetertiefen Sägeschnitte im Trägermaterial wirken wie Linien. Die erhabenen Zwischenräume tragen die Farbfelder und schaffen somit eine bunte Spielfläche.Die meisten Werke zeigen Farbspiele, die teilweise mit Blattgold und Blattsilber ergänzt sind.Die durch das Edelmetall glänzende Fläche hebt sich besonders von den farbigen, im Vergleich matteren Flächen der Farbfamilien und Farbkontraste ab. Auch gegenständliche Werke sind ausgestellt: Abstrahierte Landschaft oder das Motiv eines roten Kreuzes mit angedeuteter Landschaft im Hintergrund.Die meisten der hier ausgestellten Werke sind in den letzten Monaten entstanden und speziell für diese Räumlichkeiten des 3Klangs konzipiert.

Der Komponist Siegmund Schmidt, geb. 1939:

Nach dem Abitur am Stuttgarter Dillmann-Gymnasium war er Orgelschüler von Helmuth Rilling. Er studierte Schul- und evangelische Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart und Musikwissenschaft und Germanistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Nach der kirchenmusikalischen A-Prüfung war Siegmund Schmidt Kantor und Organist in Stuttgart-Botnang sowie später Assistent bei Universitätsmusikdirektor Siegfried Hermelinkan der Universität Heidelberg. Neben seiner späteren Lehrtätigkeit am Evangelisch-theologischen Seminar Schöntal und am Hohenlohe-Gymnasium Öhringen übernahm er 1974 das Amt des Bezirkskantors und Stiftsorganisten an der Stiftskirche in Öhringen (Hohenlohe).

Das kompositorische Schaffen von Siegmund Schmidt umfasst Motetten, Kantaten, eine Messe, ein 12stimmiges Sanctus, Psalmvertonungen, ein Oratorium, Kunstlieder, Werke für Orgel, Klavier, Cembalo, Kammerensemble, Blech- und Holzbläser sowie Orchester.

Kennzeichnend für Schmidts Kompositionsstil sind neben modalen Techniken freitonale, beziehungsweise polytonale, sporadisch auch atonale Klangstrukturen, die sich zum Teil aus der polyphonen Satztechnik ergeben. Es wechseln – vor allem im kammermusikalischen Bereich – klassische Entwicklungsphasen mit collageartigen Reihungen und klanglich-punktuelle Strukturen, aus welchen sich eine vielfältige musikalische Gestik ergibt.

Siegmund Schmidts Werke wurden unter anderem vom Kammerchor Stuttgart unter der Leitung von Frieder Bernius, dem Württembergischen Kammerchor unter der Leitung von Dieter Kurz, dem Vokalensemble sirventes berlin, dem Collegium iuvenum Stuttgart, dem Posaunisten Armin Rosin, dem Wartburg Choir aus den USA, sowie im Rahmen von Festivals wie den Haller Bachtagen in Nordrhein-Westfalen, den Musikfestwochen Donau-Oberschwaben, dem Deutschen Chorwettbewerb (Weimar; 2014) und dem Hohenloher Kultursommer aufgeführt sowie vom Rundfunk (SWR2) gesendet.

James Moody (1907-1995) stammt aus Belfast. Über seine Herkunft und seine Ausbildung ist nichts bekannt, außer der Tatsache, dass er bereits mit 14 Jahren als Pianist Stummfilme begleitete. Zur selben Zeit spielte er im Philipp Whiteway Ensemble Klavier. 1938 wechselte er zur BBC nach Bristol. Dort blieb er 40 Jahre lang. Am Ende zählte er gleichsam zum „Inventar“ der BBC. Er wirkte an Sendereihen im Radio mit, die zum Teil über vierzehn Jahre hinweg ausgestrahlt wurden. Bei der BBC lernte er Tommy Reilly kennen, der nach dem 2ten Weltkriegsich als Mundharmonikavirtuose einen Namen gemacht hatte. Von diesem ließ er sich in diesem für ihn unbekannten Instrument unterrichten und komponierte im Laufe vieler Jahre 72 Stücke für Mundharmonika. Er verband die Mundharmonika mit Symphonie- und Streichorchester, mit Harfe, mit Klavier und schrieb dazu noch etliche Stücke für Mundharmonikagruppen und Arrangements englischer, irischer und norwegischer Volkslieder. Heutige Mundharmonikaschüler kommen ab einem gewissen Niveau nicht an seinen Kompositionen vorbei. Der bulgarischeHochzeitstanz und das Salonstück“ Toledo“ sind gleichsam ein „Muss“. Er arrangierte und komponierte nicht nur Volkslieder und Salonmusik. In seinen Kompositionen zeigt sich noch eine andere Seite seines Könnens: Die Kammermusik, handwerklich gut gemachte Musik, mit hübschen Melodien, harmonisch und rhythmisch angenehm zu hören, bestens geeignet für Hauskonzerte und kleine Säle; eben Kammermusik. Zu diesen Werken zählt das Quintett aus dem Jahr 1972, das dem Freund Tommy Reilly gewidmet ist. Es ist ein anspruchsvolles Werk, in dem nicht nur der Komponist, sondern auch die Musiker ihre Kunst zeigen können und müssen. Darum wird es selten gespielt. Gerade deshalb zählt es mit Gordon Jacobs Divertimento zu den Pretiosen der Mundharmonikaliteratur.

 

 

 

Details

Datum:
15. Februar
Zeit:
20:00

Kartenreservierung

Mundharmonika und Streichquartett
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Hinweis:
Reservierte Karten müssen bis 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.